Grundlagen-Schlaf
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Grundlagen-Schlaf

Es gibt wohl niemanden, der nicht schon Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen hatte. Kann man dann gleich von Schlafstörungen sprechen?

Jeder Mensch wird von einem Biorhythmus „gelenkt“. Die innere Uhr ist allerdings bei jedem anders justiert. Forscher haben herausgefunden, dass es einen 4 Stunden-Rhythmus gibt. Das heißt, alle 4 Stunden ist der Körper auf Schlaf programmiert, um das Energiedefizit über Erholung wieder auszugleichen.

Nun können wir uns aber im normalen Alltag diesem Rhythmus nicht hingeben und 4-stündlich ein Nickerchen halten. Der Körper hat sich im Laufe der Evolution darauf eingestellt und ihm genügt auch eine kürzere Pause. Wird dieser Pausenbedarf nun regelmäßig ignoriert, sucht sich der Körper andere Quellen der Erholung und gibt, bei einer für ihn kritischen Grenze, eindeutige Signale.

Schlaf ist nicht nur für den ungestörten physiologischen Ablauf wichtig. Auch für die Psyche ist es unerlässlich, eine Auszeit zu nehmen. Bestimmte Funktionen des Organismus können sich nur regenerieren, wenn durch einen tiefen Schlaf, das Bewusstsein ausgeschaltet werden kann.

Wieviel Schlaf jeder Einzelne benötigt, ist sehr individuell und hängt auch vom Alter ab. Während ein Säugling nur ca. alle 4 Stunden erwacht, um seinen Hunger zu vermelden, liegt das Schlafbedürfnis beim Erwachsenen in der Regel, zwischen 4-10 Stunden und nimmt im Alter meist noch etwas ab.

Es gibt eine Einteilung der individuellen Schlaftypen

  • Langschläfer mit 9-10 Std.
  • Mittellangschläfer mit 6-8 Std.
  • Kurzschläfer mit 4-5 Std. pro Nacht.

Ein gesunder Schlafzyklus läuft in mehreren Phasen ab.

In der REM-Schlafphase (Traumschlaf-Phase) wird geträumt. Sie wird von der NON-REM-Schlafphase (Tiefschlaf-Phase) abgelöst. Danach wiederholt sich die REM-Schlafphase usw. Die Phasen dauern jeweils unterschiedlich lange. Erwacht man in der REM-Schlafphase, kann man sich oft an den letzten Traum erinnern. Erwacht man in der NON-REM-Schlafphase, hat man das Gefühl nicht ausgeschlafen zu sein und fühlt sich wie gerädert.

Um in der richtigen Phase zu erwachen, wurde ein Schlafphasen-Wecker entwickelt. Mittlerweile gibt es mehrere Versionen davon. In Ihrer Grundfunktion ähneln sie sich jedoch.

Es wird eine Zeitspanne eingestellt, in der man geweckt werden möchte. Der Wecker zeichnet während des Schlafes die einzelnen Phasen auf und weckt den Benutzer in der Leichtschlaf-Phase.

Die meisten Modelle sind als Armbanduhr erhältlich, haben verschiedene Weckmodi (Vibration, Akustisch) und eine zusätzliche Software, mit der man das Schlafverhalten über mehrere Tage am Computer auswerten kann. So erhält man eventuell über die Ursachen der Schlafprobleme Aufschluss.

Im Schnitt kosten die Schlafphasen-Wecker ab 150 Euro.