Hörsturz
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Hörsturz

Unser Ohr kann bis zu 400.000 Töne unterscheiden. Das es bei diesem Umfang zu Problemen jeglicher Art kommen kann, ist somit allzu verständlich. Hörsturz oder Tinnitus sind nur zwei davon.

Scheinbar ohne jeden Grund, kommt es beim Hörsturz zu einer Einschränkung des Hörvermögens. In der Regel ist jedoch nur ein Ohr davon betroffen. Ein Gefühl, als hätte man Watte in den Ohren, Hörgeräusche, Druckgefühl im Ohr und ein sogenanntes Doppelhören sind oft die Begleitsymptome. Da die Ohren maßgeblich für das Gleichgewicht zuständig sind, kommt es bei Störungen auch häufig zu einem Schwindel. Ohrenschmerzen sind dagegen eher selten.

Für die Diagnostik ist es wichtig, dass der Arzt ausreichend über Vorerkrankungen informiert ist. Denn viele andere Krankheiten, wie bspw. Bluthochdruck und Erkrankungen des Nervensytems können zu Funktionseinschränkungen der Ohren führen. Neben einer umfangreichen anamnestischen Untersuchung gehören die Otoskopie (Gehörspiegelung), Audiometrie und evtl. ein CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie) zu weiteren Diagnostik-Verfahren.

Bei einem Hörsturz ist es unabdingbar, innerhalb von 24 Stunden einen Arzt aufzusuchen. Bei einem Therapiebeginn nach dieser Zeitspanne, wird der Erfolg irreparable Schäden des Hörvermögens zu verhindern immer geringer, da das Innenohr nicht ausreichend durchblutet wird.

Ursachen für einen Hörsturz können sein:

  • Stress
  • Schlaganfälle (Apoplex)
  • Innenohrschäden durch Bestrahlung
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Tumore an Hirnnerven
  • Medikamente

Therapie

i.d.R. steht die Infusionstherapie an erster Stelle. Meist werden der Infusion Medikamente zugesetzt, die

die Durchblutung,

einen möglichen erhöhten Druck durch Wasseransammlung und

einen evtl. Entzündungsprozess

im Innenohr beseitigen sollen.

Zur Verbesserung der Durchblutung kann ebenfalls eine Therapie in einer Sauerstoff-Überdruckkammer von nutzen sein. Gegen auslösende Blockaden im Wirbelsäulenbereich sind physiotherapeutische Maßnahmen wie Massagen und Krankengymnastik sinnvoll.

Bei sofortigem Therapiebeginn sind die Heilungschancen sehr gut. Allerdings kann ein Hörsturz erneut auftreten. Daher sollten Sie auslösende Faktoren verringern oder vermeiden.

Vorbeugende Maßnahmen

  • vermeiden sie Stress jeglicher Art. Sport und Entspannungsübungen sind die effektivsten Methoden. Siehe auch Artikel Entspannungstechniken
  • vermeiden Sie Lärm und extreme Lautstärken
  • reduzieren Sie Risikofaktoren die Gefäßverkalkungen (Artheriosklerose) verursachen, wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und Rauchen, durch richtige Ernährung und ggf. Sport. Siehe auch Gefäßerkrankungen.